Wandern im Naturpark Telascica

Die schönste Ecke Dugi Otoks zu Fuß erkunden.

Damit unser Pelle auch mit kann, haben wir uns für unsere Wanderung durch den Naturpark Telascica auf Dugi Otok einen wolkenverhangenen Tag ausgesucht. Zu Pelles Problem wurde es allerdings, dass dieser Tag entgegen aller Vorhersagen aufklarte und zu einem der schönsten wurde, die wir auf der Insel hatten.

Der Naturpark Telascica auf Dugi Otok ist im Prinzip eine riesige Bucht. Wohl am bekanntesten in dem Park ist der Salzsee Mir, der nur durch schmale Klippen vom Meer getrennt ist. Besonders beliebt ist der Naturpark bei Bootfahrern, weil man vom Boot aus wohl auch die schönsten Eindrücke bekommt, aber auch zu Fuß findet man atemberaubende Ausblicke. Einen Großteil, den wir zu Fuß gemacht haben, kann man auch mit dem Auto oder dem Fahrrad machen, aber wir haben den Eindruck, dass ein Ausblick, den man sich erwandert hat gleich beeindruckender ist.

Wir starten also am ersten Parkplatz nach dem Parkeingang und gehen einen steinigen Pfad hinab zur Bucht. Dort angekommen bekommen wir den ersten Eindruck von der Telascica Bucht und den ersten der 6 kleinen Inseln, die in der Bucht liegen. Angeblich soll man auf diesen Inselchen kleine Robinson-Häuschen mieten können. Wenn wir irgendwann mal ganz raus müssten, wäre das eine Alternative zum Campen, einfach fernab jeglicher Zivilisation in einem kleinen Naturparadies die Seele baumeln lassen und nichts tun.

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Ganz praktisch ist, dass man an den verschiedensten Wegpunkten Taxi-Informationen hat. Dort steht dann auch einem Schild die Nummer vom Taxi Service, eine Beschreibung des Standpunktes und eine Preisinformation für den Weg nach Sali, der nahegelegenen Hauptstadt der Insel.

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Nach unserem ersten Kontakt mit der Bucht und einer kleinen Rast auf einem Steg machen wir uns auf den Weg zur Festung Grapscak. Diese Festung wirkt historisch, ist aber erst von 1911 und diente vor allem im 2. Weltkrieg der Verteidigung der Insel. Das wirklich tolle an dieser Festung ist aber die Aussicht. Sie befindet sich auf einem der höchsten Punkte des Nationalparks. Auf der einen Seite schaut man entlang der atemberaubenden Steilküste und gewinnt erste Ausblicke auf den Salzsee Mir.

img_3042Auf der anderen Seite erstreckt sich die Telascica Bucht in ihrer ganzen Schönheit und Weite mit all den kleinen Inselchen. Das sind Bilder, die sich mit Kameras nur schwer einfangen lassen. Allein, weil es ein fantastischer Rundum-Blick ist.

img_0462Von der Festung führt ein schmaler Pfad durch Kräuter, Sträucher und Olivenhaine hinab wieder zur Bucht, zum Hauptparkplatz. Hier fahren die meisten mit dem Auto hin. Von hieraus führt ein Fußweg zur großen Badebucht und weiter zum Salzsee Mir. An der größten Bucht gibt er zahlreiche Bademöglichkeiten für eine Abkühlung im kristallklaren Nass. Leider hatten wir keine Badesachen dabei, weil wir schlechtes Wetter erwartet hatten, aber die Füße haben wir im Wasser baumeln lassen.

img_0477Außerdem gibt es hier zwei Ausflugslokale, die nicht besonders einladend aussahen und einen Bootsanleger für Ausflugsboote. Als wir da waren, war es menschenleer und eine absolute Traumbucht. Allerdings haben wir von Bekannten auf dem Campingplatz gehört, dass es zu anderen Zeiten total überlaufen war. Vielleicht hatten wir Glück aufgrund der schlechten Wettervorhersage.

img_0468Von hieraus sind wir weiter zum Salzsee Mir. Der war zwar schön, hat uns aber nicht mega umgehauen. Der Blick von oben, von der Festung darauf, war eigentlich wesentlich schöner, wo man auch sehen konnte, dass er über dem Meeresspiegel zu liegen scheint. Wir umrunden den Salzsee, klettern noch ein wenig an den Klippen entlang und nehmen dann den schnellsten Weg zum Taxi Punkt 1. Den Pelle müssen wir mittlerweile tragen, der hat schlapp gemacht in der Sonne.

img_3062Am diesem Taxi Punkt hatten wir ein wirklich schönes Lokal entdeckt, auf das wir uns schon die ganze Zeit freuen. Leider hat es noch nicht geöffnet. Also beschließen wir, dass ich mit Pelle dort die halbe Stunde bis zur Öffnung mit Pelle warte und Sandra derweil das Auto holt. Allerdings werde ich auch nach Öffnung des Lokals ignoriert. Man reicht mir zwar eine Karte, aber ansonsten werde ich links liegen gelassen. Ob das am Hund liegt, oder meinem runtergerockten Wanderoutfit und der Strubbelfrisur, ich kann es nicht sagen. Die Karte sieht zumindest super aus, aber die Preise habe sich gewaschen. Wir gehen also wieder und fahren mit dem Auto in den nächsten Ort. Wenn man allerdings einmal vernünftig angezogen zu einem Abendessen hierhin kommt, kann man das Lokal mit Sicherheit empfehlen. Die Lage ist traumhaft und die Karte, wie gesagt sehr ansprechend. Besser als alles, was ich bis dahin und auch später auf der Insel gelesen haben. Das Lokal hieß Taverna Goro.

Auch wenn das mit dem Essen bekommen auch nachher noch schwierig wurde war das ein toller Ausflug und eine beeindruckende Landschaft, die man sich in keinem Fall entgehen lassen sollte, wenn es einen einmal nach Dugi Otok verschlägt.

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