Wandern im Nationalpark Krka

Der Nationalpark Krka hat mehrere Eingänge und ist ziemlich abwechselungsreich. Im Prinzip umfasst dieser Nationalpark den Lauf des Flusses Krka. Am bekanntesten ist wohl der Teil mit den großen Krka-Wasserfällen und dieser ist tastächlich auch am beeindruckendsten, aber auch der andere Teil hat viel zu bieten. Dieser Teil ist der unweit Skardins. Man kann ihn entweder mit dem Boot von Skardin aus erreichen oder über den Haupteingang des Parks: Eingang Lozovac. Hier halten auch die meisten Reisebusse.

Beginnen möchte ich aber mit dem anderen, unberührteren Teil des Parks. Wir sind am Roski Slap gestartet. Ein Wasserfall in der Mitte des Flusslaufes. Dies ist der Teil des Nationalparks Krka in dem auch die Winnetou-Neuverfilmung „Schatz im Silbersee“ gedreht wurde. Wir wollten eine Wanderung zum Kloster Viscovac machen und von dort mit dem Boot wieder zurück zum Roski Slap fahren.

Laut Reiseführer gab es diese Möglichkeit, die Parkinfo sagte dann etwas anderes. Grundsätzlich würde ich die Fahrt in die andere Richtung empfehlen. Vom Roski Slap fährt nämlich regelmäßig ein Boot nach Viscovac, dieses sammelt aber nicht zwingend Wanderer in Viscovac wieder ein. Möchte jemand diese Tour unternehmen würde ich immer empfehlen das Boot vom Roski Slap nach Viscovac zu nehmen und zurück zu laufen.

Wir sind nun also hin und zurück gelaufen. Das war für uns gut machbar, unser Hund hatte allerdings Probleme. Es gab über weite Strecken einfach wenig Schatten, so dass es unserem Leishmaniose geplagtem Pelle ziemlich schwummerig wurde. Dementsprechend lange waren wir dann auch unterwegs, weil wir an jeden Rastunterstand Pause für den Hund gemacht haben. Für Menschen ist die Tour auch im Hochsommer nicht dramatisch. Und alle paar 100 Meter gibt es einen Unterstand, der Bänke und Schatten bietet.

Ob man nun hin und zurück oder nur eine Strecke läuft: Es lohnt sich. Die Wanderung biete so viele tolle Ausblicke, abwechslungsreiche Natur, beeindruckende Felsschluchten, karges Bergland, obwohl man nur ein paar 100 Meter über 0 ist und immer wieder diesen tiefgrünen verwunschenen Fluss, der Seen bildet, wie auf Terrassen, von denen sich das Wasser in die nächste Stufe in kleinen Wasserfällen ergießt. Wir waren im Juni dort und haben auf der ganzen Wanderung kaum einen Menschen getroffen.

img_0410

Der Weg ist super ausgeschildert und man kann sich nicht verlaufen. Die Strecke one way sind ca. 8km und 200 Höhenmeter. Kommt man dann wieder am Roski Slap an, hat man sich eine Stärkung verdient. Es gibt dort eine Art Freilichtmuseum, in dem man auch ein kleines Restaurant findet. Hier gibt es Wurst- und Käseplatten, die sich lohnen und dazu wird selbstgemachter Wein serviert. Der Rotwein ist leicht gekühlt und wird in Holzkelchen serviert, was ihm einen ganz besonderen Geschmack verleiht. Ich muss allerdings sagen, als ich den Wein nach 16 km in der brütenden Hitze getrunken habe, hatte ich nach einem Kelch schon einen sitzen. Leckerimg_2971wars trotzdem und verdient. Der Hund war wie erschlagen und hat die ganze Zeit nur gepennt.

Die berühmt Skardinski Buk mit den riesigen Wasserfällen wollten wir uns dann aber doch nicht entgehen lassen und sind nach dem Essen dort auch noch hingefahren. Man kann hier entweder zu Fuß vom Parkplatz zur Skardinski Buk laufen oder mit dem Bus fahren. Zu Fuß ist das ganz schön steil und ich würde jedem, der nicht besonders fit ist, den Bus empfehlen. Wir waren immer noch ziemlich fertig von unserer Wanderung und haben uns deswegen sofort für den Bus entschieden. Unten in der Skardinski Buk stand ja schon wieder ein Spaziergang an. Pelle hatte sich glücklicherweise schon wieder etwas erholt, dass wir ihm einen weiteren Fußweg zumuten konnten. Und der Fußweg war zum Glück sehr schattig.

Der Weg ist nur ca. 3-4km lang und führt größtenteils über Holzstege. Was man hier gesehen hat, kann man ganz schwer in Worte fassen. Es war einfach wirklich, wirklich schön, mit all dem klaren Wasser, den kleinen Pools, den kleinen Wasserfällen und dann auf einmal dem riesigen beeindruckenden Wasserfall. Ich denke Bilder drücken das besser aus als ich.

 

Das einzige, was mir nicht sooo gut gefallen hat, waren die unfassbar vielen Menschen. Das nächste Mal würde ich die Tour anders herum machen. Morgens in aller Frühe zum Skradinski Buk, wenn der Pauschaltourist noch in den Federn liegt und dann die Wanderung am Roski Slap.

Gute Informationen zum Park findet man auf der Homepage des Parks: www.npkrka.hr/, wobei optimal anders ist.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s