Camping am Ufer der Mreznica

Camp Slapic bei Duga Resa

Wir waren absolut urlaubsreif und wollten für unseren ersten Zwischenstop auf unserer Kroatien-Tour 2016 etwas, das vor allem eins bietet: Ruhe. Beim Camping Slapic in Duga Resa am Ufer der wunderschönen Mreznica sind wir fündig geworden. Und wie!

Anfahrt

Wenn man über die Autobahn aus Richtung Zagreb kommt, ist Camp Slapic schon vor der Ausfahrt Karlovac an der Autobahn ausgeschildert. Wir haben ziemlich schnell das Navi ausgeschaltet und sind der guten Beschilderung gefolgt. Die Anfahrt ist auch mit großen Gespannen problemlos zu machen und auch die Zufahrt ist bedenkenlos zu meistern.

Lage

Die Lage, oh ja, die Lage. Wie bereits erwähnt liegt Camp Slapic am Ufer der wunderschönen Mreznica. Wem das nichts sagt, es ist ein Fluss, der wie aus einer Traumwelt wirkt und am Ufer dieses Flusses erstreckt sich Camp Slapic. Der Campingplatz ist nicht nur nah dran, sondern man kann seinen Wohnwagen direkt am Fluss parken und die Füße ins kühle Nass halten. Oder direkt reinspringen in das kristallklare Wasser. Ich habe mich von Füße reinhalten zu Reinspringen vorgearbeitet und Reinspringen ist einfach viel viel besser. Leider konnte ich nicht so viele Fotos machen von diesem großartigen Fluss, weil man die besten Sichten immer hatte, wenn man auf oder im Wasser waren, aber ich hoffe ich konnte auch so ein wenig den Zauber einfangen.

Parzellen

Camp Slavic verfügt über 100 Parzellen und etwas Freifläche auf die man sich stellen kann. Ich bin ein Fan von Freifläche. Zumal diese auch überwiegend direkt am Fluss ist. Wir stehen gerade beispielsweise auf einer großen Wiese, mit jeweils ca. 20 Meter Abstand zum Nachbarn rechts und links, direkt am Flussufer und nur 100 Meter von den Sanitäreinrichtungen entfernt. Es gibt schattige Plätze unter uralten Bäumen. Wer es lieber etwas strukturierter mag, der belegt eine der 100 Parzellen auf denen man ordentlich in Reih und Glied stehen kann (nicht so meins, aber wenn ich mir die Belegung anschaue, grundsätzlich wohl nicht unbeliebt). Jetzt, Anfang Juni ist hier nichts los. Mit uns sind noch eine Hand voll Paare da, die länger als eine Nacht bleiben, der Rest scheinen Transitgäste zu sein. Man halt also die freie Platzwahl.

Service und Freundlichkeit

Die Leute hier im Camp Slapic sind echt super freundlich. Das fing an beim Kontakt vorab per eMail, ging weiter beim Check-in und war bis jetzt immer so, wenn ich mich an das Personal im Restaurant, oder in der Rezeption gewandt habe. Wobei von einer Mitarbeiterin fühlte ich mich ein wenig verarscht, als ich Tips für Wandern oder Raften in der Umgebung haben wollte und man mir absolut keine Hilfe geben konnte. Eine Minute später habe ich beim rausgehen an der Wand eine große Wanderkarte und eine Werbecollage eines Rafting-Anbieters hängen sehen. Was das also sollte, keine Ahnung, aber das war wie gesagt die Ausnahme.

Sanitäreinrichtungen

Großartig! Wir haben ja in letzter Zeit einige deutsche Campingplätze entlang des Rheinsteigs besucht, aber die könne hier alle nicht mit Camp Slapic mithalten. Das große Sanitärgebäude sieht nigelnagelneu aus. Und es ist richtig schön geworden. Alles in dezentem Grau gehalten mit viel Holz dazu, mit einer kleinen Rattan-Lounge davor. Alles ist super sauber. Die Duschen haben Trennwände aus Milchglas und Regenduschen! Ich bin total geflasht! Und auf den Waschtischen finden sich kleine Dekorationen mit Potpourri. Selbstverständlich braucht das wahrscheinlich kein Mensch, aber es ist einfach ein Ausdruck, der Liebe zum Detail und zum Gast, mit der man sich hier der Menschen annimmt. Außerdem bin ich ein großer Fan der Klomucke. Roy Orbison hatte ich einfach lange nicht mehr gehört.

Gastronomie

Das Restaurant hat eine wunderschöne Terrasse direkt am Fluss. Man sitzt auf rustikalen Holzbänken und geniesst freundlichen Service. Auf den ersten Blick dachte ich, hier gibts nur Fleisch mit Fleisch, aber das stimmte nicht. An unserem ersten Abend haben wir beispielsweise eine hervorragende gegrillte Forelle, frisch aus den Flüssen der Umgebung gegessen. Aber auch die Cevapcici und die gefüllten Kalamari waren wirklich gut. Preislich ist es absolut angemessen…wobei, naja verglichen mit Köln mega günstig, aber wir sind hier ja auch in der kroatischen Pampa.

Unternehmungstips

Wenn man hier ist, darf man eins auf keinen Fall verpassen: Ein Kanu mieten! Mieten kann man diese an der Rezeption für 80 Kuna für 2 Stunden. Und dann kann man flussauf, flussab paddeln. Wir hatten das große Glück an dem ersten Mini-Wasserfall von hinten von Romano eingeholt zu werden, der uns einfach nur „Follow me!“ zurief. Haben wir gemacht und den Wasserfall gut überstanden. Dahinter hat er auf uns gewartet und uns stolz von der wunderschönen Landschaft erzählt, in der wir uns bewegen. Er hat sich ein wenig Zeit für uns genommen, mit uns das Kanu angebunden und und zu Fuß durch diese unglaubliche Schönheit aus kleinen Pools und Wasserfällen, rund um die „Insel der Liebenden“ geführt. An der Insel angekommen, hat er sich verabschiedet und wir sind auf eigene Faust noch ein wenig herumgestreift. Das war einfach atemberaubend schön und wir hatten es ganz für uns allein. Sandra ist da nicht so ein Fan von, aber ich bin noch einen Wasserfall herunter gerutscht und wieder herauf geklettert und hatte großen Spass dabei. Jetzt sind wir sicher, wir brauchen unbedingt eine wasserfeste Kamera. Als wir wieder zu unserem Kanu kamen, fanden wir jeweils eine Hand voll frischer Kirschen auf den Sitzen des Kanus. Ganz schön nett, der Romano.

Fazit

Der absolute Hammer! Wenn man Ruhe sucht und Flüsse mag, oder gerne den ganzen Tag in kleinen Stromschnellen herumspringt sollte man in jedem Fall hier her kommen. Für uns war es zu diesem Zeitpunkt der Reise genau das Richtige und wir würden auch noch länger bleiben, wenn das Wetter nicht schlecht werden würde. Aber vielleicht komme wir auf dem Rückweg noch mal vorbei. Und dann kann ich wieder hier sitzen, vor meinem kleinen Wohnwagen und einfach auf diesen glitzernden Fluss schauen und Frieden finden.

Hier noch ein paar Eindrücke:

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Ein Gedanke zu “Camping am Ufer der Mreznica

  1. Pingback: Paddeln auf dem Fluss Mreznica – Rotten Wheel Estate

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