Zu Fuß nach Bad Honnef

Rheinsteig Wandern Etappen 1 und 2

Wir haben uns für den Rheinsteig als Wander-Projekt entschieden, weil ich ungern warte, wenn ich mich einmal zu etwas entschieden habe. Die Entscheidung für einen Fernwanderweg war also gefallen und eigentlich wäre ich fast lieber den Eifelsteig gewandet, aber dafür hätte der Wohnwagen erst aus dem Winterquartier geholt werden müssen und dafür wäre ein weiteres Wochenende draufgegangen und darauf lässt sich dann nicht warten. Nicht bei mir. Deswegen Rheinsteig!

Den kann man bequem mit dem Zug erreichen und Tagestouren sind leichter zu organisieren. Wir sind also an einem Tag von Bonn bis Königswinter gelaufen und dann von Königswinter wieder mit dem Zug nach Bonn und am nächsten Tag von Königswinter nach Bad Honnef und mit dem Zug zurück nach Königswinter. Zwischendrin sind wir mit dem Auto zurück ins heimatliche Köln gefahren. Das ging auch sehr gut und vollkommen stressfrei.
Wir sind also am Samstag früh aus den Federn gestiegen und sind in Bonn Beuel losgelaufen. Eigentlich beginnt der Rheinsteig ja in Bonn am Rathaus, aber das hatte wir beiden nun schon öfter gesehen, deswegen haben wir uns das gespart. Früh los mussten wir, weil ein ganz entscheidender Faktor für uns bei Samstags-Wanderungen ist, dass wir zur Bundesliga fertig sind.
Also Bonn-Beuel am Samstagmorgen. Ich muss sagen Beuel hat mich überrascht. Das ist tatsächlich sehr süß da und es gibt noch echte Bäcker, Metzger und Fischhändler, sowas gefällt mir ja immer.
Ansonsten war der Beginn der Etappe nicht gerade reizvoll und ohne jeden Wander-Anspruch, bis man irgendwann ins Siebengebirge kommt. Da wird es langsam etwas schöner und man wandert endlich nicht mehr über Straßen und durch Städte, sondern durch den Wald. Der höchste Anstieg ist der Petersberg. Dort erreicht man nach einem recht steilen Anstieg den Gipfel mit dem altehrwürdigen Steigenberger Grand Hotel Petersberg. Dort wurde gerade die Außengastronomie renoviert, aber ansonsten ist dies ein hervorragender Ort für eine Pause. Der Ausblick ist der Hammer.
Danach geht es nur noch bergab, wörtlich, nicht zwingend im übertragenen Sinn. Wir sind den Weg bis rein nach Königswinter gelaufen. Da fährt aber auch ein Bus hin und ich denke, beim nächsten Mal würde ich ihn nehmen.
Im Großen und Ganzen eine nette Etappe zum reinkommen, aber nichts atemberaubendes.
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Am nächsten Tag sind wir mit dem Auto nach Königswinter und haben direkt mal geschummelt. In meiner Karte stand, dass der Rheinsteig an der Drachenburg vorbei führt. Deswegen haben wir die die Drachenfelsbahn bis zur Drachenburg genommen und das war echt dumm. Die Drachenburg ist ja nur die Mittelstation. Und die Karte für die Bahn hat 8€ pro Person gekostet. Das fand ich wirklich happig. Hätte ich gewusst, dass uns der Rheinsteig dann bis ganz hinauf auf den Drachenfelsen führt, hätte ich entweder die ganze Strecke gemacht, wenn ich schon mal 8 € zahle oder wäre von unten gelaufen. Aber 8€ pro Person zu zahlen, sich dann den steilen Teil des Berges hochzuquälen und am Ende das schlechte Gefühl zu haben, geschummelt zu haben, das war wohl die denkbar ungünstigste Kombination.

Aber immerhin waren wir jetzt mitten in der Natur, der Pelle hatte sich nach ein paar Mal übergeben auch von der Fahrt in der Drachenfelsbahn erholt und wir hatten eine schöne Wanderung bis nach Bad Honnef vor uns. Der Weg von Drachenfels herunter war schon recht schön. Ansonsten führte der Weg uns durch viel Wald mit wenigen Ausblicken auf das Rheintal. Im Vergleich zum Tag davor war es aber eine schönere Wanderung, wenn auch ohne besondere Highlights.
Rechtschaffen müde kamen wir dann in Bad Honnef an der Jugendherberge an. Hier endet die Rheinsteigetappe. Danach mussten wir aber noch ca. eine halbe Stunde quer durch Bad Honnef laufen, was nicht besonders hübsch war und am Ende eines anstrebenden Wanderwochenendes auch niemanden erfreut. Dort war mir schon klar, dass ich mir bei der nächsten Etappe vom Bahnhof Bad Honnef ein Taxi zur Jugendherberge nehmen werde. Hier noch einige Impressionen:

 

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Ein Gedanke zu “Zu Fuß nach Bad Honnef

  1. Pingback: Wieder auf dem Rheinsteig: Von Königswinter nach Bad Honnef – Winni´s Blog

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